2. Protestmarsch der Kulturschaffenden
Samstag, 10.10. 2020

wir sind dabei! #AlarmstufeRot: Großdemonstration der Veranstaltungswirtschaft Mittwoch,09.09.2020 Berlin,12:05h

Wir fordern
ein monatliches EXISTENZGELD
zur Deckung unserer Lebenshaltungskosten!

Adäquater „Unternehmerlohn“ für Künstler, Freiberufler, Einzelunternehmer
mit realistischen Antragsvoraussetzungen
„Vermögen“ wie Lebensversicherung, Sparguthaben, Wertanlagen
und Immobilien soll geschützt bleiben.

Die Initiative KÜNSTLER! HILFE! JETZT! wurde von Berliner Artisten/Akrobaten und Varietékünstlern ins Leben gerufen und ist mit der Forderung nach einem sofortigen „Existenzgeld“ erstmals am 09. August 2020 in Berlin auf die Straße gegangen.

Wir wehren uns gegen die Ungleichbehandlung und rufen neben unseren freischaffenden KollegInnen auch alle fest angestellten KünstlerInnen und unser Publikum zur solidarischen Unterstützung auf.

Unser längerfristiges Vorhaben ist die Gründung eines Dachverbands: eine „Akademie der Künstler“ für selbstständige Kulturschaffende.

Unzählige soloselbstständige Kulturschaffende sind aufgrund der Coronakrise ihrer Existenzgrundlage beraubt!

Im Gegensatz zu den umfangreichen Corona-Konjunkturpaketen für die Wirtschaft und der mit öffentlichen Mitteln geförderten Kultur zeigt sich die Bundesregierung völlig ignorant gegenüber den alltäglichen Nöten der Freischaffenden in der Kulturbranche.

Die Staatsministerin für Kultur und Medien verweist uns auf die „Hartz-IV-Grundsicherung“, die Bürokratie der Sozialämter und Jobcenter geht jedoch an der Realität der oft seit Jahren selbstständigen Kreativen vorbei und die Bearbeitung der Anträge funktioniert oftmals nicht.
Wir sind keine Arbeitslosen – wir dürfen seit März d.J. einfach nicht arbeiten !

Dies betrifft nicht nur Künstler*innen, Schauspieler*innen und Sänger*innen, sondern auch Personen im Bereich Maske, Kostüm, Ton- und Lichttechnik, Organisation, Regie und Autor*innen etc.

Bund und Länder schieben sich die Verantwortung gegenseitig zu, bis heute liefert die Politik keine Aussicht, wann wieder gearbeitet und mit einem regulären Einkommen gerechnet werden kann.

Warum ein Protestmarsch der Kulturschaffenden?

Kunst ist systemrelevant!

Kunst spiegelt und reflektiert die Gesellschaft, beugt Radikalisierung vor, bildet Meinungsvielfalt ab und trägt so zum demokratischen Diskurs bei. Daher sollte Kunst als systemrelevant betrachtet und dementsprechend ernst genommen werden.

Auch trägt kulturelle bzw. künstlerische Bildung ganz wesentlich zur individuellen Entwicklung und zur Ausprägung sozialer Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen bei. Dass die ohnehin staatlich geförderten Kulturinstitutionen durch das Corona-Kulturpaket über Wasser gehalten werden ist wichtig. Dennoch sind unzählige freie Events und Festivals ausgefallen und viele Spielstätten können trotz der Öffnung nicht rentabel arbeiten, weil teils nur 30% der Sitzplätze verkauft werden dürfen. Bund oder Länder sollten die freigelassenen Sitzplätze finanzieren.
In diesen Spielorten und Institutionen sind auch wir freischaffenden KünstlerInnen tätig. Doch selbst wenn diese Spielstätten irgend wann wieder vollständig geöffnet sind, sind inzwischen viele Künstler pleite, können nicht weitermachen oder mussten auf einen anderen Beruf umsatteln. Man kann eine künstlerische Aktivität bzw. Laufbahn nicht einfach an- und ausknipsen.
Wir fordern die Wertschätzung der freischaffenden KünstlerInnen, die einen großen Teil des kulturellen Lebens ausmachen. Wir haben in der Krisenzeit durch Verzicht auf Auftritte die Gesellschaft geschützt. Deshalb wäre es nur gerecht, wenn die Gesellschaft und der Staat uns ebenfalls schützen.

Wirtschaftsfaktor Kultur - Kreativbranche nicht aushungern lassen!

Die Kultur- und Kreativbranche erwirtschaftet jährlich um die 100 Milliarden Euro, das sind 3% des Bruttoinlandsprodukts. Außerdem hängen an dieser Branche 1,7 Mio Arbeitsplätze. So viel wie an keiner anderen Branche.
Andere Wirtschaftszweige, in denen ebenfalls ein hohes Infektionsrisiko besteht, werden momentan bevorzugt behandelt, wie z.B. die Tourismus-Branche.
Es ist extrem kurzsichtig, soloselbstständige KünstlerInnen – und darüber hinaus alle soloselbstständigen Kreativen – nicht durch ein Konjunkturpaket zu unterstützen und damit diesen Wirtschaftszweig aushungern zu lassen.

MITMACHEN

KünstlerInnen aller Sparten sind aufgerufen, bei unserem Protestmarsch mit zu laufen.
Die Parade ist in Blocks unterteilt, die von verschiedenen Kunstsparten, bestehenden Ensembles, Gruppen, Initiativen und Institutionen gestaltet werden.

Und: Jede/r ist willkommen und wichtig! Auch Kurzentschlossene und Einzelpersonen sind herzlich eingeladen, sich spontan in unseren Demonstrationszug einzureihen.

Damit ihr euch untereinander absprechen könnt bezgl. Konzept, Kostümen, Organisation und Vernetzung eures Blocks, haben wir eine Facebookgruppe eingerichtet:

PUBLIKUM

Liebes Publikum!

Wir freuen uns, wenn ihr in unserer Parade zwischen den Künstlergruppen mitlauft. Ihr könnt gerne auch Transparente und Schilder malen und mitbringen, damit unterstützt ihr uns sehr!

Ideen für Texte auf Schildern:

Künstler! Hilfe! Jetzt!

Kunst ist systemrelevant!

Existenzgeld für alle KünstlerInnen!

Solo-Selbstständige nicht vergessen!

Rettet die Künstler!

Künstler in Not!

HYGIENE-REGELN BEIM PROTEST-MARSCH UND DER KUNDGEBUNG

Jede/r hat einen Mundschutz dabei, den ihr bitte immer dann aufsetzt, wenn der Mindestabstand von 1,5 m nicht eingehalten werden kann.
Jeder Block bestimmt eine/n Ordner/in, der/die für die Einhaltung des Mindestabstands sorgen. Die OrdnerInnen tragen eine gelbe Sicherheitsweste, die wir zur Verfügung stellen.

Wir bitten euch um die sorgfältige Einhaltung der Hygiene-Regeln.


KONTAKT

Presseanfragen an: 

Magy da Silva, Tel: 0174 69 66 842

E-mail: magydasilva@gmx.de

Teilnehmende KünstlerInnen wenden sich bitte an diese Facebook-Gruppe:
www.facebook.com/Künstler-Hilfe-Jetzt-105390181235622/

SPENDEN

Ohne Moos nix los. Natürlich haben wir einige Unkosten für die Planung und Umsetzung der Demo. Daher würden wir uns sehr freuen, wenn Du uns mit einer Spende unterstützt.

Hier geht es zur Spendenkampagne: Spenden

PRESSEMITTEILUNG:

WISSENSWERTES

Kulturschaffende in Coronakrise – Durchs Raster gefallen:

https://taz.de/Kulturschaffende-in-Coronakrise/!5699234/

Mittel für Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen von Regierung zweckentfremdet:

https://www.vgsd.de/solo-selbststaendige-beim-konjunkturpaket-uebergangen-soforthilfe-zweckentfremdet/?fbclid=IwAR1e_dap46FepAgzYXNUDU4uhd0W00zEbfTrgcVR9jkk-oq0ZpdDUQHO8-Q

Ein Euro bringt vier zurück – Systemrelevant. Eine Studie belegt den starken Einfluss des Musiklebens auf Deutschlands Wirtschaft:

https://zeitung.faz.net/faz/feuilleton/2020-06-04/a2fbf065743430332c8c1c32c1b4d6e6/?GEPC=s2&fbclid=IwAR1VZ87Tvj_oMUm5SmN1MYEifysskYy-r7mTDwzu_FQ9eaIQESxrJgk3CLI

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